Hallo,

so nach längerer Zeit widme ich mich wieder meinem Blog. Es hat sich viel getan, unter anderem waren da ein Österreich-Urlaub und erneutes umziehen.

Wegen dem Umziehen im Allgemeinen, es ist normal so viel die Wohnung zu wechseln wie ich es tue, einerseits kann es sehr schön sein, andererseits auch sehr anstrengend. Aber es gibt ja immer positive und negative Aspekte, oder einfach gesagt 2 Seiten einer Medaille ;-) )

Ja wegen dem Österreich-Urlaub, es war sehr schön im Allgemeinen, jedoch war es am Anfang auch sehr heftig, nach fast 8 Monaten wieder nach Hause zu kommen. Erstens war es der Kulturschock (ja es gibt einen Kulturschock Österreich). Die Leute waren alle so seltsam und auf einmal versteht jeder die Sprache die du sprichst. Auch die Verhaltensweise ist in manchen Dingen doch etwas anders als hier im südindischen Raum, aber nach einer Woche war der Kulturschock überstanden und es ging wieder zurück nach Indien.

Dieses Mal gab es keinen Kulturschock mehr, aber es war wieder ungewohnt in Indien zu sein, da sich auch der Taxifahrer am Flughafen nicht blicken lies und wir ihn auch nicht fanden (war fast eine Art verstecken-spielen). Schlussendlich waren wir (Eltern und Schwester ist auch mit nach Indien für einen Urlaub) im Taxi und wieder Richtung Auroville. Meine Eltern selbst habe ich etwas herumgezeigt und sehen lassen wie ich hier lebe. Ich denke sie hatten einen netten Urlaub hier und haben die Zeit auch sehr schön verbracht.

Für mich selbst hab ich das Gefühl als wäre ich jetzt bald schon wieder Zuhause, obwohl ich noch eine gewisse Zeit hier Arbeite und den Dienst fertig mache. Vielleicht etwas schwierig zu erklären, vielleicht fühlt es sich so an wenn man weis, dass man bald etwas in seinem Leben abgeschlossen hat.

Darum bin ich selbst noch gespannt wie ich mich noch entwickeln werde und was noch auf mich zukommen wird, aber mal überraschen lassen, den planen kann man doch die wenigsten Dinge im Leben ;-)

hier noch vll ein paar Fotos:

Naja ich habe mir wieder gedacht ich spare mir etwas Arbeit und schreibe gleich 2 Artikel in einem, hier der ältere von den 2 zuerst ;-)

Verrückt aber doch, ich schreib in so kurzer Zeit noch einen Eintrag, Bilder gibt es natürlich auch wieder ;-)

Wie einem die Überschrift leicht vermuten lässt, hat mein Eintrag etwas mit Hitze zu tun. Ich muss zu geben, dass es hier immer heißer wird, jedoch handelt mein Eintrag nicht über den Sommer, sondern über das letzte Event des 9 tägigen Dorffestes und zwar den Feuerlauf.

Sie haben einen große Haufen Holz angezündet und gewartet bis nur noch ein Kohlenhaufen übrig war, diesen haben sie dann mit langen Stecken wo ein Brett angemacht war. So haben einige Leute große Holzrächen aber ohne Zähne gehabt. Die Männer die die Kohle auf ein Feld von zirka 3 mal 5 Meter verteilt haben wurden immer wieder mit Wasser übergossen, da man sonst die Hitze dort sicher nicht ausgehalten hätte.

Es wurde inzwischen die Raketen und Böller abgefeuert, so muss sich wahrscheinlich Krieg anhöhren, war echt extrem laut. Es war eigentlich ein kleines Dorf aber es waren bei diesem Fest sicher über 500 Leute, war witzig, einfach so typisch Indien. Die Männer die die Wagen gezogen haben, ein paar Tage zuvor, trugen eine Statue (denke mal aus Holz) über die heißen Kohlen und blieben dann stehen im Wasserbecken. Mir wurde gesagt, dass sie die ganzen 9 Tage, totalle enthaltsamkeit sein und auch vegetarisch leben mussten. Achja, vorher haben die noch mit zwei Traktoren zwei riesige Anhänger mit verzierten und buntleuchtenden Götterstatuen vor die Kohle gebracht, wahrscheinlich, damit die Götter symbolisch sehen können was die Menschen nicht alles auf sich nehmen, um ihnen zu huldigen.

Grundsätzlich war es ganz witzig zum ansehen, weil einfach anschließend extrem viele Männer über die Kohle gelaufen sind und es fast zu einem Stau vor dem Wasserbecken, das gleich nach der Kohle war, gekommen wäre ;-)

Nachher wurden noch paar Frauen rund um das Kohlefeld durch den Schlamm gewälzt (keine Ahnung wieso). Manchmal muss man nicht alles verstehen müssen, sondern einfach nur betrachten.

Was mir aber gefällt ist die Pyrotechnik und die Farben. Erstens weil es wahrscheinlich bei den Pyrotechnikern so ist, dass sie alles mit der Übung gelernt haben (keine Schule) und jedes Mal eine Rakete fast in die Leute fliegt. Zweitens, weil sie sich extreme Mühe geben es richtig schön und bunt zu machen, aber wahrscheinlich weil es ihre Kultur is ;-)

Naja, auch viele Kinder sind dort und ein kleines Kind hat nach unseren Namen gefragt (was ganz normal is) und später hat es uns angeschnorrt, weil die Mutter sie zum schnorren wieder zurückgeschickt hat, was auch manchmal passiert, aber das ist so hier wenn man weiß ist.

Wünsche noch alles gute, man sieht sich sicher wieder bald (Zeit vergeht ;-) )

Alles Liebe

Jürgen

Achja, herzlichen Dank fürs Kommentare schreiben :D

Resume:

ich habe schon Ewigkeiten nichts mehr geschrieben, was mich wieder einmal veranlasst hat etwas zu schreiben. Was ist in der Zwischenzeit passiert?

Es sind einige Weltwärtsler zurück nach Deutschland gefahren und haben ihren Dienst hier in Auroville beendet. Sie haben immer mit Trauer und auch mit Freude dem Ganzen entgegengeblickt und sind sich der schönen Zeit die sie hier gehabt haben nochmals bewusst geworden…

Ich habe ja noch eine kleine Zeit ;-)

Wenn ich hier so sitze und versuche jetzt alles zu schreiben was sich seit meinem letzten Blog-Eintrag getan hat, ist kein Gedanke da oder vieles was ich nicht schonmal geschrieben hätte, naja ausser: Meine Freundin ist schon seit 1. Juli da und ich hatte wieder Mal einen Umzug (nummer 4) und zwar in das Nachbarhaus ;-)

Die Zeit mit meiner Freundin vergeht ziemlich schnell, leider. Da wir uns am Schluss wieder nicht sehen werden für eine längere Zeit,  genieße ich auch jeden Moment den wir gemeinsam verbringen. Wenn man es so betrachtet kann man sagen, dass es das absolut härteste ist was man in einer Beziehung sofort machen kann, gemeinsam einen haushalt führen, aber es funktioniert extrem gut. Eines was ich auch festgestellt habe ist, dass sich Menschen verändern mit der Zeit, was aus einem das Land oder einfach die Umgebung macht, viele werden es sehen, wenn ich dann zu Besuch nach Hause komme und mich hoffentlich noch alle erkennen ;-)

Naja was ist noch passiert, Dimitri, ein Freund von mir wollte mich eig. Anfang Aug. besuchen kommen und so ein bisschen herumreisen, jedoch hatte er mit 2 anderen in Dehli nicht sonderlich die schönsten 2 Tage und deshalb haben sie beschlossen zu mir zu fliegen und waren noch am selben Tag bei mir. Selten, dass ich jemanden so erleichtert gesehen habe ;-)

Er fliegt mit seinem Freund auch bald wieder nach Hause und somit ist die Indienerfahrung auch für sie, fürs erste, hinter sich gebracht…

Achja ich möchte euch ja auch ein paar Bilder wieder mitgeben, damit es was zu schaun auch gibt für die Lesefaulen ;-)

wünsch euch noch was, alles Liebe

Jürgen

ja so würde meine Frage aussehen wenn ich noch ein kleines Kind wäre und diesen Anblick auch vorher noch nie gesehen hätte.

Aber wie man aus der Überschrift schon etwas herauslesen kann, hat sich einiges getan oder besser gesagt ich habe wieder ein bisschen was gesehen ;-)

Also nach der Reihe:

Mord in einem Dorf in der Nähe… ja was man da hört, gibt es zwei Banden die sich grundsätzlich nicht so gerne haben und deswegen immer wieder einige kleine Racheakte ausführen. Das geht schon seit zirka 10 Jahren so und es hat schon einige Tote gegeben. Einzelheiten die ich gehört habe möchte ich jetzt hier nicht ausbreiten, jedoch kann man hier von Hass sprechen der diese Menschen geleitet hat, abgrundtiefer Hass…

Jedenfalls gibt es Touris und Aurovillianer keine Gefahr, betrifft nur die 2 Gruppen, naja man merkt doch oft wieder, dass man in Indien lebt…

So und das nächste “Event”, ich war wieder mal in einem Dorffest und es war so ganz witzig. Ich war ja schon Mal auf einem Fest wo sie sich Nadeln durch die Haut geschoben haben, hier waren es Haken im Rücken und auch nicht alle, sondern nur bestimmt Männer die diese Familientradition fortführen. Einige mussten Fahrzeuge ziehen mit einem Seil, das bei den Haken angebracht waren und andere wurdne auf den Haken wie Superman aufgehängt (hatten aber ein Tuch um die Hüfte und den Füßen damit sie nicht nur von den Haken getragen wurden). Anschließend als jeder seinen Platz hatte und jeder seine Hängeposition eingenommen hatte fuhren sie eine kleine Häuserrunde und kamen wieder vor dem Tempel an. Naja sie wurden dann von den Haken befreit ;-)

Hintergrund ist einfach, dass man durch Schmerz zu Gott kommt und sie haben immer wieder während dieser Häuserrunde Govinda geschrien (ist ein Name Gottes und bedeutet auch so etwas wie das er ihnen Kraft geben soll) Bilder gibst noch unten, also wer nicht schauen möchte nicht hinuntersrollen ;-)

Ja eines hab ich noch, ich war so geschickt und mich hat es mit dem Bike auf die Erde geschossen, naja übertrieben gesagt, aber ich bin geflogen und 2 Meter dahingerutscht. Alles nur halb so schlimm, ich hab nur ein paar Schürfwunden und kleine Rippenprellung, dürfte in ein paar Tagen wieder alles in Ordnung sein ;-)

sonst gehts mir gut, achja und großes und herzlichen Dankeschön an alle die ein Kommentar hinterlassen haben, schön zu hören, dass es euch auch noch gibt :D

Alles Liebe aus Südindien

Jürgen

Hallo an alle Leser,

ich möchte mich bedanken für euer Interesse an meinem Leben und den Dingen die ich erleben darf. Ich bin schon eine Zeit hier und muss feststellen, dass sich verschiedene Interessen gebildet haben, die ich vorher nicht kannte. Ja mein ganzes Leben ändert sich, jedenfalls das Drumherum, aber der Kern bleibt ;-)

Da es wieder Zeit für einen Eintrag ist, möchte ich auch wieder einen kleinen Überblick geben. Der letzte Eintrag war direkt nach Haridwar und Nord-Indien. Also ich bin nach Hause gekommen und habe dem Paul bei den ersten bürokratischen Hürden in Indien geholfen und ihn begleitet. Wir (Jan, Bene, Paul und ich) haben einen Raum in Svaram ausgestrichen und alles aussortiert, was an alten und kaputten Instrumenten da war. Was uns erst am Schluss erzählt wurde ist, dass dieses Gebäude sowieso in den nächsten zwei bis drei Jahren abgerissen werden muss und deshalb sich nichts lohnt was man hier an Arbeit rein steckt. Es war aber trotzdem lustig, vier Tage mit kleinen Pinseln einen Raum auszustreichen für den man normalerweise nur einen Tag gebraucht hätte.

Zum Schluss durfte noch jeder Mitarbeiter seine Hand mit Farbe auf die Wand klatschen. War sehr schön zu sehen wie die Tamilen bei dieser Aufgabe aufgingen und die größte Freude hatten (sogar die Erwachsenen ;-) )

Ja, ja die Zeit vergeht und die es hat auch schon mal 2 Mal geregnet, ich habe selten einen Moment in meinem Leben erlebt wo ich mich so über Regen gefreut habe, bis zu dem Moment als ich nach Hause in die Wohnung vom Dorf kam. Mein Zimmer war überflutet und mein ganzes Zeug (inklusive Geld) war nass. Bevor ich aber irgendwas machte legte ich mich zuerst schlafen und am nächsten Tag wurde alles aufgehängt und getrocknet. Zum Glück war beim 2. Regen kein Zeug mehr in meinem Zimmer und deshalb wurde auch nichts mehr nass. Ich musste aber in der Hängematte oder auf dem Notbett schlafen, es war aber noch immer gemütlicher als mein Bett, da ein Holzbett ohne Matratze nicht so richtig gemütlich sein kann, da war mir der Boden in Haridwar schon lieber ;-)

Am 6. Mai war es dann auch soweit, ich bin ausgezogen nach Certitude zum Housesitting, d.h. ich passe auf das Haus während dem Sommer von einem Aurovillianer auf. Das Housesitting geht bis 1. Juli und dann ist meine Freundin auch schon da. Fotos vom Haus gibt es noch unten.

Nach 3 Tagen funktionierte auch schon nur mehr die Hälfte vom Strom in unserem Haus, und wir mussten die Elektriker rufen, die haben neue Leitungen eingezogen. Ich habe noch nie einen Inder über einen anderen Inder seine Arbeit beschweren hören, aber da war es das erste Mal. Die Leitungen waren kriminell verkabelt und die Enden nur mit Plastikband verbunden. Die alten Kabel waren auch mehr rostig und verschmort als ganz und deshalb hat es nicht mehr funktioniert.

Es gab auch einen Palatschinken Abend und es wurde meine alte WG eingeladen. War witzig, da die Deutschen nicht wissen was Palatschinken sind und es doch unterschiede zwischen Palatschinken und Pfannkuchen gibt. Ja das sind meine Rätsel die es aufzuklären gibt.

Das Leben lebt sich und ich bin mitten drinnen, es ist alles hier zur Gewohnheit geworden, aber ich genieße es zurzeit richtig, einen eigenen Haushalt zu führen und zu sehen, dass man zu Recht kommt. Nicht mehr lange, dann gibt es einen Urlaub in Österreich für 2 Wochen, auf den freue ich mich auch schon.

Danke auch für die netten Kommentare, ich freue mich über jedes einzelne, es ist wie eine kleine Bestätigung, dass ich diesen Blog nicht umsonst schreibe. Danke ;-)

Alles Liebe aus Auroville

Jürgen

Hallo an Alle,

ich war auf großer Reise in den Norden von Indien, möchte aber ganz vorne anfangen. Ja meine Reise begann am 11. April und hat bis 19. April gedauert.

Am 11. April wurde ich nach Pondicherry zum Bus gebracht um von da aus nach Chennai zu fahren. Nach ungefähr 4-5 Stunden Busfahrt war ich auch schon dort. Mit dem Rikshafahrer (der mich extrem abgezockt hat 400 Rupie für eine 100 Rupie fahrt) bin ich dann zum Bahnhof gefahren. Von dort dann anschließend Zugfahren (bis 13. April). Ich habe das erste mal in einem Zug übernachtet und muss sagen, dass es an der ganzen Reise fast das angenehmste war, da es noch ein bisschen schlimmer wird die ganze Geschichte ;-)

Im Zug waren alle sehr freundlich und hab dort auch Businesstypen kennen gelernt die mir in Dehli sehr weitergeholfen haben, also bin ich in Dehli denen hinterhergelaufen um zum Busbahnhof zu kommen (mit der Ubahn). Dort hat Paul schon gewartet und wir suchten uns einen Bus nach Haridwar, was so zusagen nicht sehr einfach war, da zirka 1000 andere Leute das selbe Ziel hatten. Deswegen gingen wir etwas ausserhalb vom Busbahnhof und haben einen Localbus angehalten, der wurde umgestimmt und fuhr nach Haridwar, anstatt seine Dehli-Lokalrunden. Ach und am Busbahnhof haben wir auch noch 2 Deutsche kennen gelernt mit denen wir uns auf den Weg nach Haridwar gemacht haben. Ja um halb 11 in der Früh im Bus und halb 12 in der Nacht ausgestiegen, so zirka 10 Kilometer von Haridwar entfernt. Der Tag war geprägt von Hitze und Stau und nicht wirklich viel zu trinken oder Essen, und das Beste war, dass drei alte Frauen auch noch zu singen angefangen haben (ziemlich hoch, falsch und sie konnten sich nicht einigen welches Lied…)

Naja ausgestiegen und die 10 Kilometer gegangen, so waren wir um 1 in der Nacht in Haridwar. Dort haben wir uns von den Deutschen getrennt, da Paul und ich ein Camp gebucht haben wo wir schlafen konnten, die Deutschen wollten sowieso auf dem Boden schlafen. Um halb 4 in der Früh haben wir beschlossen uns auch am Boden eine Schlafstelle einzurichten, da wir unser Camp nach 100 verschiedenen Leuten die wir nach dem Weg gefragt haben, einfach nicht gefunden haben. Wir haben laut Beschreibung alles gefunden nur unser Camp nicht, leiser Verdacht,vll existiert es ja gar nicht…

Hm… um halb 7 auf und weitergelaufen mit Rucksack und ganzen Gepäck. Im Ganges gewesen (nur mit den Füßen) und uns wieder auf den Weg nach Dehli gemacht, da wir ziemlich müde und angefressen auf die Campbetreiber waren, die es wahrscheinlich nicht gibt. Ja um halb 1 im Bus gewesen, und wieder 100 Leute nach den Weg gefragt. Das Beste, jeder sagt es wären nur 2 Kilometer noch und nach dieser Distanz sagt es der nächste auch wieder. Zum Glück haben uns aber die Polizisten und Militärtypen (die wir ausschließlich gefragt haben) sehr geholfen und wir waren wieder froh im Bus zu sein.

Halb 8 Abend selber Tag Dehli Bahnhof angekommen, ziemlich müde, hungrig und ich habe mich seit zirka 3-4 Tagen nicht geduscht (seit dem Wegfahren). Also den Lonely Planet rausgesucht und das erste Hotel, dass wir gefunden haben in der nähe von der Zugstation angerufen und wir haben um diese späte Uhrzeit noch einen Platz bekommen. Hingefahren und sofort duschen und schlafen gegangen ;-)

Nächster Tag war gemüdlich und wir waren in einem 3D Kino und bei Mcdonald essen, da es ziemlich das billigste in der Umgebung war und wir nicht wirklich so viel ausgeben wollten (das Hotel war echt sauteuer). An diesem Tag war ist es passiert, dass bei Paul Kot auf dem Schuh gelandet ist. Das ist ein Trick von den Schuhputzern, die dich vorher fragen ob du nicht die Schuhe geputzt haben möchtest und wenn du nein sagst und zu langsam bist, schmeisen sie dir Kot oder Dreck auf den Schuh. Paul hatte aber Schlapfen an und deshalb war es doppelt witzig, jedenfalls für mich ;-)

Der nächste Tag war aufregend bis Hitzestich gefährdet. Wir haben eine Touristentour durch Neu Dehli gemacht (nur halbtags), was aber ich für mich wieder festgestellt habe, ist dass ich solche Touren nicht mag, aus dem einen Grund Inder zahlen 10 rupie Eintritt, Ausländer 250 Rupie. Und da Paul seine Geldtasche verloren, bzw. gestohlen wurde auf dem Weg nach Haridwar, war ich der Mensch der alles bezahlt hat, jetzt weis ich wie es sich anfühlt für alles bezahlen zu müssen, war aber keine schlechte erfahrung ;-)

Indien oder Dehli ist schon ein witziger Ort, die Rikshafahrer wollen einen Bescheisen oder einfach mehr Geld mit einem machen und deshalb die seltsamsten Dinge sagen, wie das dieser Ort geschlossen ist und deshalb man dorthin nicht fahren kann, oder das es einen Aufstand dort gibt und es zu gefährlich ist. Grundsätzlich ist es laut, es stinkt nach Fäkalien, weil es nicht ausreichende öffentlich Touletten gibt, es ist auch heis und es wird andauernd gehupt. Arme Menschen habe ich nicht so viele gesehen, aber man wird auch irgendwie abgehärtet wenn man schon eine Zeit in Indien lebt und wenn man ärmere Mensch öfter sieht. Hier hat Armut einen größeren Platz in der Gesellschaft oder es ist einfach offensichtlicher und es wird so zu sagen keinem nachgeheult. Es gibt auch zu viele Menschen die Betteln, wenn man jedem was geben würde, wäre man am Schluss relativ arm.

Ja am nächsten Tag sind wir die große Reise nach Chennai angetreten(zirka 2000 Kilometer) und haben auch so um die 2 tage gebraucht und von dort sind wir weiter nach Pondi (wieder 4-5 Stunden Bus) und von dort dann nach Auroville.

Schlussendlich um zirka halb 6 Abends in Auroville gestanden.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Reise doch schön war, obwohl ich für manche Momente doch alles verflucht habe und trotzdem auch lachen konnte, vll nennt man das Galgenhumor ;-)

Jedenfalls habe ich für die nächste längere Zeit genug von Indien und dem Reisen und werde schön und brav in der Umgebung bleiben ;-)

Ach und so viele Mensch auf einem Haufen habe ich selten gesehen als in Haridwar, auf den Badetag wo wir dort waren, waren geschätzte 9 Millionen Leute dort…

Und es waren so viele Leute dort, weil die Kumb Mehla stattgefunden hat (religiöses Fest nur alle 4 Jahre). Dieses war ganz besonders da die STerne besonders standen und die gibst nur alle 100 Jahre, ja deswegen viele Menschen dort um sich im Ganges die Sünden wegzuwaschen :D

naja hier ein paar fotos :D

Hallo,

es sollte sich keiner Schrecken bei diesem Titel, ich bin noch am Leben und unverletzt und ganz gesund ;-)

Jedoch möchte ich noch einmal die Gefährlichkeit des indischen Verkehrs betonen, vor allem dann, wenn der Fahrer auf der falschen Straßenseite fährt und das erst mitbekommt, wenn man ihn anschreit und sagt, er würde doch auf der falschen Straßenseite fahren. Es wäre fast zu einem Crash gekommen (fast wieder mal…), zum Glück ist nichts passiert…

Was mich persönlich ein bisschen schreckt ist, dass ich mich schon langsam daran gewöhne fast alle 5 Tag mal in einer gewissen gefährlichen Situation zu sein. Es gibt mir auch keinen Adrenalinstoß mehr, wie es am Anfang war. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich ein Adrenalinjunkie bin, sondern nur, dass ich mich an das Leben hier (inklusive Straßenverkehr) gewöhne.

Ich möchte hier auch noch einen kleinen Zwischenbericht bringen über die Zeit zwischen jetzt und dem letzten Blog.

Das Wochenende war ziemlich entspannend, ich habe Rajam Shankar getroffen die einen Vortrag über Musiktherapie gehalten hat. Ich war im vorhinein zuständig die Technik aufzubauen und das Poster zu machen, somit durfte ich auch noch mit ihr und ihrem Mann essen gehen und habe sie dort noch etwas über ihr Leben und ihre Arbeit ausgefragt. Sie versucht einfach die verschiedenen Chakras im Körper auszugleichen und dadurch wieder Harmonie hineinzubringen. Sie arbeitet mit authistischen Kindern, depressiven Menschen und generell einfach Menschen die Probleme oder eine Beeinträchtigung haben.

Danach ging es in das Theater, wo es eine Vorstellung von einer Kulturtruppe aus den Dörfern gab. Die haben echt extrem viel auf die Beine gestellt, obwohl sie nicht allzuviel hatten. Es gab auch einen Speerkampf, der für Theatermaßstäbe, genial war.

Achja und surfen war ich auch wieder, 2 Mal wenn man es ganz genau wissen möchte. Jetzt haben wir die Erlaubnis vom Trainer alleine surfen zu gehen. Ja ich denke, jeder müsste mal surfen ausprobiert haben, es sieht, wenn man es nicht wirklich gut kann nicht toll aus, aber es macht einfach extrem viel Spaß ;-)

Persönlich merke ich bei mir, wie ich mich jeden Tag wieder ein Stück verändere. Zwar weis ich nicht in welche Richtung es mich noch tragen wird, aber es wird schon alles gut werden ;-)

Wünsche auf diesem Weg noch ein paar angenehme Tage und bis zum nächsten Eintrag

Jürgen

Ja hier kommt gleich mein Zweiter Beitrag um mir Arbeit zu sparen ;-)

Geschichten aus Indien

Der Mensch lebt und ich lebe nun wo anders, nicht mehr in Mitra sondern im Dorf in der Nähe von Auroville. Man kann sagen, dass es hier einfach mehr Indien ist als in Auroville, was ich zur Zeit einfach richtig genieße, obwohl es ziemlich laut ist und man spätestens um 6 Uhr in der Früh aufgeweckt wird, weil die Menschen hier anfangen zu kochen und zu waschen. Sonst tut sich immer etwas im Dorf und die Leute sind auch richtig nett, es macht fast den Eindruck als würde ich mich im Dorf sicherer fühlen als in Auroville ist aber wahrscheinlich ein subjektiver Eindruck…

Was ganz witzig am Dorf ist, dass ein Typ mit Drillerpfeife immer um 11 in der Nacht durch das Dorf fährt und pfeift, dadurch schreckt er die ganzen Hunde auf die dann für eine Stunde bellen. Das macht er damit er die Einbrecher verscheucht und nicht eingebrochen wird. Dafür bekommt er von jedem Haus im Monat 10 Rupies, was auf einen Haushalt nicht viel ist, aber er fährt durch 5 oder 6 Dörfer und das sind schon so um die geschätzte 2000 Häuser, was sich am Ende des Monats schon auszahlt.

Hab jetzt auch ein Bike gekauft, und bin richtig stolz auf mein Gefährt und das beste ist, ich wurde nicht betrogen und das Bike läuft einwandfrei.

Man wird hier manchmal vor Aufgaben gestellt und ich merke, dass man hier einfach seine eigenen Eigenschaften zu Gesicht bekommt, an die man noch arbeiten sollte. Ein Jahr hier formt wirklich den Charakter, obwohl ich erst so 2 Monate und bisschen was hier bin. Mal sehen wie ich bin wenn ich wieder nach Hause komme.

Dieser Blogeintrag wird für eine gewisse Zeit reichen müssen, da ich am Sonntag nach Delhi und von dort nach Haridwar weiterfahren werde. Dort gibt es die Kumb Mehla und es werden dort bei diesem Fest so um die 90 Millionen Leute dort sein (dauert aber schon 5 Monate). Wird sicher ein Abenteuer und Fotos wird’s auch geben, nachher. Ja ich wünsche noch was und Fotos von meinem Zimmer gibt es auch noch.

Adios, wanakam, bis später

Jürgen

Hallo an Alle,

meine Überschrift sollte nur einen kleinen Einblick geben wie sich hier der Frühling anfühlt und wie es noch werden wird ;-)

Mir wurde gesagt, dass es hier um diese zeit noch angenehm bzw. zum aushalten ist, ist es auch, nur dass es noch wärmer werden wird kann ich mir noch nicht vorstellen. Schätze mal, dass es so um die 38 Grad um Mittag hat und es noch eine bischen wärmer wird, aber mal schaun, die heiße Zeit läuft ja erst an ;-)

Es hat sich wieder einiges getan seit meinem letzten Eintrag. Ich möchte ehrlich sein, ich war fast davor nach Hause zu fahren und alles hinzuschmeißen, es hatte nichts mit der Arbeit, dem Umfeld oder den Leuten hier zu tun, vll war es einfach das Gefühl noch keine Wurzeln hier gefasst zu haben. Das war letzte Woche Montag, ich gab mir persönlich noch eine Chanc. Also hab ich mich hingesetzt und meditiert, das was ich schon seit längeren machen wollte. Es dürfte sich einiges gelöst haben, oder ich bin einfach auf einiges draufgekommen, jedenfalls gings mir besser und ich habe beschlossen mich mal umzusehen und mir Thamarai anzuschau (Kindergarten). Ich muss gestehen dass ich noch nicht dazugekommen bin aber ich werde mir diesees Projekt noch ansc<haun.

Jedenfalls hab ich auch noch Österreicher kennen gelerent und das war wieder so ein kleiner schöner Momemnt hier, da die echt nett waren und sofort gemeint haben sie könnten mir was mit nach Hause nehmen. Was ich auch noch genutzt habe, hab mich einfach extrem gut mit denen unterhalten können. Zum Schluss hat er gmeint der etwas ältere Herr, dass wir Österreicher zusammenhalten müpssen und das es selbstverständlich ist ein bis zwei sachen mit nach ahuse zu nehmen, was mir persönlich besonders viel freude gemacht hat ;-)

Ich war auch dieses Wochenende in einem Kurs: Introduction to the spirituel site of Aurovile.

Naja war schon interessant etwas über Sri Aurobindo und The Mother zu hören, war aber im Nachhinein nicht vom Kurs überzeugt, vielleicht wa es einfach das Beriseln lassen wie in der Schule, von dem ich ja 13 Jahre hinter mir habe…

Achja ich war auch Surfen mit einem richtigen Surfbrett. Hatte nämlich eine Stunde mit den anderen (Weltwärtsler), war echt extrem super und wir werden jetzt öfter surfen gehen, naja vll wenn ich nach Haue komme bin ich dann ein echter “Wellenreiter”…

Hehe nicht wirklich, aber es ist ein verdammt toller Sport, anstrengend aber mit viel Spaß verbunden, würde ich auf jedenfall jeden weiterempfehlen ;-)

Sonst fällt mir eigentlich nichts mehr ein, ausser dass ich hier sehr am Arbietn bin, vor allem im Werbesektor und dass diese Woche eine Musiktherapeutin kommt und ich ihr Plakat gemacht habe ;-)

Wünsche noch viel Spaß euch allen und geniaest die Kälte, ich vermisse sie schön langsam ;-)

Jürgen

Ach und zur erklärung, die Fotos sind von Auroville und so generell also nicht wirklich von einem Event oder sonstiges ;-)

Hallo,

da ich von verschiedenen Seiten (eigentlich nur von meinem Schwesterherz) angehalten wurde, dass ich wieder einen Blogeintrag schreiben soll, überwinde ich mich wieder dazu, da es schon seit längerem wieder überfällig ist ;-)

so Schritt für Schritt, ich habe das letzte Wochenende (letzte Februar wochenende) gearbeitet, da es bei uns in Svaram eine Music Fair gab, dh. einen Markt und wir haben auch noch Programm und Kurse angeboten. Von Maultrommelkurs bis Djembe und Klangsteine. Ich habe, da eig. fast keine Leute da waren, bei dem Maultrommel- und Klangsteinekurs mitgemacht und hab gelernt, wie man die Klangsteine spielt bzw. wie man bei der Maultrommel echt richtig gute Sounds herausholen kann. Nachher hab ich mir auch noch eine Maultrommel gekauft, und es war das Geld wert. Hab auch gehört, dass man bei dieser Art von Maultrommel in Transe kommen kann, da man sie an die Zähne hält und spielt, naja dann vibriert das Instrument und dein Kopf ;-)

Ich war hier der Fotograf, also wirds auch ein paar Fotos wieder geben zum schaun :D

Samstag und Sonntag vorbei, gab es Montag generel frei von Svaram aus. Zufällig war hier am Montag der Feiertag Holi. Zur erklärung, es ist ein Farbenfest, wo jeder mit Farbe und Wasser beschossen und man die Kleider nachher wegschmeisn kann, was natürlich hier die Kleidungsindustrie sehr freut. In Süden (hier bei mir) wird das nicht gefeiert, aber ich bin in der Mitra und dort sind auch einige Leute vom Norden (wo es gefeiert wird) und wir haben einfach statt Farbe und Wasser, Wasser und Dreck benutzt. Also hatten wir eine etwas größere Schlammschlacht, was auch ganz witzig war. Jedenfalls haben wir einiges an Wasser verbraucht, sodass die Duschen kein Wasser mehr hatten und für einen Augenblick ausgefallen sind. Ich nutzte die Chance, da einige einfach rausgegangen sind und ich wartete, und hab einen Duschplatz ergattert, sehr zum Unwohl von jemand anderen. Und siehe da einige Sekunden gewartet und das Wasser ging wieder ;-)

Die Woche sonst war ganz normal, oder wie man das hier behaupten kann.

Naja es gab auch noch Geburtstag zu feiern von einem Kind, dass den ersten Geburtstag hatte und die ganze Verwandtschaft kam und es wurde gefeiert. Die Kleine bekam, denk ich nicht so viel mit, aber es war schön, eher mehr ein Fest für die erwachsenen und die Verwandtschaft. Was ich ein bisschen komisch finde, dass einfach extrem viel Geld (im Verhältniss) ausgegeben wird für solche Feste, aber jeder muss es selber wissen, war echt schön zum anschaun ;-)

Ich hatte auch einen 2 Tägigen Kurs, genannt “Body in Light”, ging sehr auf Energiearbeit und war echt anstrengend, jedoch hat er mir einiges gebracht, war aber wirklich jeden Abend extrem fertig ;-)

Hab auch beschlossen, dass ich zum Meditieren anfange, um einfach jedne Tag zu mir zu kommen, was ja manchmal richtig gut ist.

Jo einen Brunch gab es auch, der von halb 12 bis 4 Uhr nachmittags gedauert hat und einfach richtig entspannend war, und ich dabei einfach Leute besser kennen gelernt hab, was auch schön ist ;-)

achja hier die Fotos noch, wünsch noch was

Sonnenstrahlen aus Indien

Jürgen

Hallo an Alle,

ja ich bin schon ein bisschen bekannt dafür, dass ich Dreadlocks machen kann. Obwohl wenn ich ehrlich sein soll, dass vorher noch nie gemacht habe, also normales Haar zu einem Dreadlock zu machen ohne den Anfang zu haben. Die Kunden, wo ich jedenfalls kein Geld bekomme, sind sehr erfreut über die Qualität meiner Dreadlocks, was mich wiederum freut. Es ist seltsam, irgendwie hat sich das herumgesprochen und eine Dame hat mich gefragt ob ich ihr einen Undercut machen könnte. Ich hab natürlich gleich einmal ja gesagt. Und heute war es soweit, ohne auch nur einmal in meinem Leben vorher irgendjemanden die Haare geschnitten zu haben, hab ich ihr einen Sidecut mit einer Linie in die Haare gemacht (sie wollte es so…). Hier an dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Schwester bedanken, ich hab vom zuschaun viel gelernt ;-)

Fotos hab ich auch gemacht jedoch werde ich alles in einem veröffentlichen, da ich jetzt mich bald auf mache und in die Berge fahre dieses Wochenende und deshalb die Bilder von dort und vom Haare schneiden einfach in einem online stelle.

Vom Wochenende zurück in der Jugendherberge und wieder einen tag arbeit hinter mir.

Jetzt der Reisebericht:

Am Freitag ging es los und ich war froh mal aus Auroville rauszukommen. Das der Ausflug doch noch was geworden ist war nicht sicher und es stand bis zu letzt auf der Waage.

Naja ich wurde aufgesammelt und noch weitere 2 Deutsche und dann ging es auch schon los in Richtung Kotaikanal. Wir fuhren ungefähr 10 Stunden im Auto, was nicht angenehm war, da wir net so viel Platz hatten zwischen all den vielen Sachen die man für ein Wochenende Campen braucht.

Irgendwann hab ich es auch geschafft zu schlafen, jedoch immer nur so 2 stunden oder kürzer.

Wir sind dann angekommen so um 10 Uhr am nächsten Tag und haben gleich unsere Sachen gepackt und sind aufbauen gegangen. Das Aufbauen war nicht wirklich leicht, da ein sehr starker Wind ging und uns das ganze Vorhaben erschwert hat.

Wir waren mit dem aufbauen fertig und haben gleich danach mal gefrühstückt und kaffee gekocht.

An diesem Tag (Samstag) haben wir nicht mehr viel gemacht, da wir alle sehr müde von der Fahrt waren, ausser die wichtigen Sachen wie Feuerholz sammeln und Feuer machen.

Ich habe die Kälte die es in den Bergen gibt ein wenig unterschätzt, da es in der Nacht auf geschätzte 5-10 Grad heruntergekühlt hat und ich daruaf nicht vorbereitet war. So hab ich mir jedes Kleidungsstück angezogen was ich hatte (2 Hosen, 3 Leiberl, 2 Westen, einen Poncho den ich mir ausgeliehen hatte und mein Handtuch als Unterlage). Ich muss gestehen, ich wär fast erfroren, hab die ganze nacht durchgezittert.

Jedenfalls schlau aus dieser Erfahrung geworden, sind wir einkaufen gefahren und ich habe mir in einem klienen Bergdorf 2 Decken, 1 Schal und einen Fleecepullover gekauft.  An diesem Tag haben wir auch noch einen schönen See besucht, wo wir auch noch baden waren.

Zurück beim Lager, haben wir gegessen und das Lagerfeuer wieder an gemacht und sind bei guten Gesprächen beim Lagerfeuer etwas länger sitzen geblieben.

Montag ging es dann wieder zurück, nach 10 Stunden Rückfahrt war ich wieder in der Mitra, etwas erledigt aber wieder mit aufgefrischter Energie.

Kleines Randdetail, hab mir in die Fußsohle geschnitten und ist Sand reingekommen, so hat sich die Wunde mit dem Sandkorn geschlossen und tat weh. Naja beim Arzt wurde die Wunde wieder mit einer Spritzen-Nadel aufgemacht, was bei der dickeren haut auf der Fußsohle etwas schwieriger ist, er hat ziemlich rumgezerrt. Naja offene Wunde, Sandkorn raus und desinfiziert und wieder zugepickt.

Jetzt kann ich fast nicht mehr laufen…

aber irgendwie war diese Erfahrung auch witzig, werd das nächste mal einfach viel besser auf mich achten, da ich nicht mehr zu indischen Ärzten kommen mag.

hier die Fotos:

achja, muss mir doch vielleicht eine sonnencreme kaufen, hab mir dieses Wochenende wieder einen Sonnenbrand geholt… ;-)

baba

und schöne woche

hier möchte ich nicht die Menschen diskriminieren die den Namen Hugo tragen sondern es sollte eher mehr auf das sprichwörtliche “für den Hugo” basieren. Naja, ich war am Freitag in Pondicherry, um meine Registrierung zu vollenden. Es gab nur ein kleines Problem, als ich dort war in Pondi (und nebenbei insgesamt für das Taxi 220 Rupie bezahlt hab, für hin und retour Fahrt) in der RRO (so heist die Zentrale wo ich diese Registrierung machen muss) stand so auf einem Schild ganz groß “Heute Urlaub”.

Hurra, ich hatte einen Termin, der mir aufs Auge gedrückt wurde und ich nicht gefragt wurde, ich musste zu einer BESTIMMTEN Zeit an Ort und Stelle erscheinen und dann heist es es wäre Urlaub? So ich war ein bisschen verwirrt, also bin ich zur Info gegangen, die mir einfach gesagt haben “Heute Urlaub, Montag wieder kommen!”, also kein Weg. Hmm… mit etwas verzogener Miene ging ich aus dem Gebäude, um meinen Taxilenker zu suchen der mich ja wieder zurückbrachte. Ich ging zum Taxi und fand ich auch gleich, der mich gleich fragte warum ich so schnell war…. Jedenfalls hab ich mich mit ihm unterhalten und er hat mich auf einen Tee eingeladen, höflichkeitshalber. Und dann gings wieder zurück nach Auroville, 220 Rupie ärmer, aber doch einen netten Taxler kennengelernt, bei dem ich mir ev. mal besseren Preis raushandeln kann :D

Achja und weiteres was mir diese Woche passiert ist, mich hätte fast ein Hund gebissen, ich habe einen elektrischen Schlag von einer Maschine bekommen und war danach so aufgeladen, dass es mich bei meinen Laptop elektrisiert hat (der Schlag war nicht stark, passiert den Deutschen Zivis regelmäßig ;-) )

Schön langsam wirds, ich sehe schon einige gute Projekte bei denen ich mitmischen darf und werde, mal schaun was einfach dann mal rauskommen wird.

So, ich hab die Registrierung erledigt, und war gestern (montag) dort, ja es ist schon ein bisschen Zeit vergangen seit dem ich diesen oberen Absatz geschrieben habe, jedoch möchte ich noch ein bisschen erzählen was ich am wochenende alles noch erlebt und gesehen hab.

Ich am Samstag bei einem traditionellen Fest in einem Dorf in der nähe von Auroville (hab fotos gemacht sieht man dann weiter unten, sind aber leider nicht so gut geworden, da mein blitz net gut is und es waren viele leute dort;-))

naja jedenfalls haben sich dort ein paar leute als götter verkleidet und sind dann in trans gefallen (zum schluss) und haben die götter haben durch diese Leute gesprochen, da diese aus den Eingeweiden von einem Huhn die Zukunft vom Dorf und für das nächste Jahr herauslesen. War ziemlich schräg zum anschaun, weil die leute echt so halb weggetreten waren und einfach nur tanzen wollten, darum haben auch einige Männer die Leute (die verkleidet waren) echt festgehalten sonst wären die davongelaufen und hätten wahrscheinlich jemanden verletzt.

Am Schluss wurde vom Priester etwas geschrien und die Leute sind alle in die Mitte gestürmt und haben versucht die Bohnen und Chilis die reingeworfen wurden einzusammeln.

Fotos wirds unten noch geben.

Am Sonntag war ich das erste Mal am Strand in Pondicherry, der war eig. echt schön, wenn nicht die toten Fische herumgelegen wären und es nach Fisch gestunken hätte. Ich hab auch einen toten Hund gesehen, der aber ziemlich gut in das ganze Bild gepasst hat. Sonst war es echt entspannend und es is wie auf den Bildern im Urlaub, wo das Meer blau is und die Wellen sich in der Brandung sehr schön brechen. Hab mir auch einen Sonnenbrand eingefangen, was nicht so angenehm ist, aber es hat sich das rot schon in ein braun gefärbt ;-)

jaja schön langsam bekomme ich Farbe ;-)

Wir waren am Strand auch am Quiet Healing Center, dort waren Hängematten und man konnte sich dort einfach reinlegen. Der ganze Sonntag war echt mehr als entspannend und ich hab den Tag echt genossen. Es gibt hier so viel zu sehen und zu erleben, und wenn man Indien echt kennenlernen möchte würde man wahrscheinlich sein ganzes Leben dafür brauchen und wahrscheinlich dann hätte man nur einen Bruchteil kennengelernt.

Achja zu der Registrierung, das war eig. auch so eine witzige Geschichte wie die Geschichte vom Visum beantragen. Ich war dort und sie haben mir einfach gesagt, bitte die Nummer geben und wir rufen Sie an. Naja hab ich gemacht, hab mich nett verabschiedet und wollte zurück zum Taxi gehen, wurde aber dann angerufen von denen und musste nochmal rein. Dort haben sie dann meinen Antrag gefunden und ich bin jetzt registriert und muss nicht nach 180 Tagen das Land verlassen :D

Die Taxifahrt war ja ziemlich interessant, das erste was der Taxifahre mich fragte war, von wo bin ich her, wie alt ich bin und ob ich schon verheiratet bin. Er hat mir erzählt, dass ihm sein Job nicht gefällt und hat mich gefragt ob ich ihm helfe nach Österreich zu kommen (Europa, wo man das große Geld macht). Naja ich hab ihm gesagt er muss dazu schon Deutsch lernen weil er es sonst sehr schwer hätte und hab ihm die Zahlen von 1-10 gelernt. Die hat er ziemlich witzig ausgesprochen, so dass viele in Österreich in nciht einmal verstehen würden. Bei der Heimfahrt hab ich noch einen Trauerzug gesehen, wo die Leiche auf einen geschmückten Wagen durch die Stadt gefahren wurde und die Leute vor dem gingen und Musik spielten und tanzten, war echt einmal was anderes.

Zum Aussteigen wollte er noch 400 Rupie haben und ich hab mir am Freitag mit dem anderen Taxifahrer ausgemacht dass es nur 220 ausmacht und hab mich echt mal aufgeregt, was dem Taxifahrer wohl nicht gefallen hat, da er auf einmal meinte, dass alles an die Firma ginge und er nichts davon bekommt. Wahrscheinlich hat er seine Träume von einem Leben in Österreich zerplatzen sehen… Hab ihn dann 380 gegeben und hab die Tür zu gemacht.

Dieses Wochenende werd ich wahrscheinlich in die Berge fahren und deshalb ein kleines neichterl mal net schreiben, da ich mir den laptop net mitnehmen werde, aber die Kamera schon ;-)

hab auch noch einen Stockkäfer gesehen, ist das erste Bild, wenn ich mich nicht täusche, so einen wie bei dem Film “Das große Krabbeln” ;-)

naja man hört sich

jürgen

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